Das Berliner Abgeordnetenhaus hat in seiner ersten Sitzung nach der Berlinwahl seine neue Führung bestimmt. Hendrikje Klein von der Linken wurde zur Präsidentin des Parlaments gewählt. Sechs Wochen nach der Wahl markiert diese Entscheidung für die Siegerin einen historischen Moment.
Die Wahl von Klein erfolgte nicht ausschließlich durch die Stimmen der Rot-Grün-Rot-Koalition. Dass sie Unterstützung über die eigenen Fraktionsgrenzen hinaus erhielt, unterstreicht die politische Dynamik im neuen Parlament. Damit ist die höchste Position im Haus nun besetzt.
Gleichzeitig scheiterte die Bestrebung der AfD, einen Vizepräsidentenposten zu besetzen. Der Kandidat der AfD, Martin Trefzer, konnte für sich keine Mehrheit finden. Damit bleibt der Partei ein entsprechender Posten vorerst verwehrt.
Interessant ist dabei die Stimmenverteilung bei der Wahl des Vizepräsidenten. Martin Trefzer erhielt mehr Stimmen, als die AfD Mandate im Abgeordnetenhaus hält. Dies bedeutet, dass er Unterstützung aus anderen Fraktionen im Parlament erfahren hat, die jedoch nicht für eine Mehrheit ausreichte.

