Die IG Metall hat ihre Warnstreiks in der deutschen Metall- und Elektroindustrie offiziell mit sogenannten „Mitternachtsaktionen“ gestartet. Die Arbeitniederlegungen begannen bereits um Mitternacht in der Nacht auf Sonntag. Ziel der Gewerkschaft ist es, in einer als schwierig beschriebenen Lage die Arbeitsplätze der Beschäftigten zu sichern.

Ein erster Schwerpunkt der Proteste lag beim Weißblechhersteller Thyssenkrupp Rasselstein in Andernach, Rheinland-Pfalz. Rund 300 Beschäftigte legten dort zeitweise die Arbeit nieder, wobei sie durch weitere Gäste aus umliegenden Betrieben unterstützt wurden. Die IG Metall bestätigte diese Maßnahmen in einer Mitteilung in der Nacht auf Sonntag.

Parallel dazu weitete sich die Aktion auf andere Regionen und Unternehmen aus. In München kam es beim Mobilfunkzulieferer RF 360 Europe/Qualcomm ebenfalls zu einer Aktion in der Nacht. Damit setzt die Gewerkschaft flächendeckend Druck in der Branche auf.

Hintergrund der Arbeitskämpfe ist die Forderung nach dem Erhalt der Kaufkraft der Arbeitnehmer. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geht es der IG Metall primär um die Absicherung der Jobs. Die Warnstreiks markieren damit eine Eskalation in den Verhandlungen mit den Arbeitgebern.